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 Betreff des Beitrags: Wissenschaftler entdecken neue Tierart - im Museum
BeitragVerfasst: 09.09.2013, 08:20 
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Der Olinguito gehört zu der Familie der Kleinbären. © picture alliance / dpa / Mark Gurney

Zitat:
Ein paar Museums-Exponate brachten die Forscher auf die Spur einer zuvor noch unbeschriebenen Tierart. Bei
einer Reise in die Anden fanden sie das kleine Raubtier tatsächlich: quicklebendig, aber zugleich bedroht.

Wissenschaftler haben ein neues Raubtier entdeckt: den Olinguito. Das Tier sieht aus wie eine Mischung aus Katze
und Teddy und lebt in den Nebelwäldern der Anden. Aufgespürt haben die Forscher das Säugetier allerdings zunächst
nicht in freier Natur, sondern in Museen. Es sei das erste Mal seit 35 Jahren, dass auf der westlichen Hemisphäre ein
neues Raubtier entdeckt wurde, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin "ZooKeys".
Eigentlich wollte das Team um Kristofer Helgen vom Smithsonian's National Museum of Natural History (Washington
D.C.) herausfinden, wie viele Arten von Makibären, auch Olingos genannt, es gibt und wo diese genau leben. Sie
untersuchten dazu zahlreiche Museums-Exponate dieser Tierart.
Dabei fiel ihnen auf, dass einige Exemplare kleinere und anders geformte Schädel und Zähne hatten als der Rest. Sie
waren auch insgesamt kleiner und hatten dichteres Fell. Den vorhandenen Aufzeichnungen zufolge stammten diese
Tiere alle aus einem Gebiet in den nördlichen Anden, 1.500 bis 2.700 Meter über dem Meeresspiegel.
Dies ist weit höher als der bekannte Lebensraum der Olingos, stellten die Forscher fest. Genetische Untersuchungen
bestätigten, dass es sich bei den vermeintlichen Olingos um eine neue Art handelt, eben den Olinguito (Bassaricyon
neblina).
Gibt es noch Olinguitos?
Die in den Museen vorhandenen Informationen über die Tiere waren schon recht alt. Sie wurden Anfang des 20.
Jahrhunderts aufgezeichnet, als die Tiere gefangen worden waren. Für die Forscher stellte sich deshalb die Frage, ob
die Olinguitos noch heute in freier Wildbahn zu finden sind.
Sie organisierten eine Expedition in die Anden und konnten tatsächlich einige Olinguitos in freier Wildbahn
beobachten. Die Forscher fanden so heraus, dass die Tiere nachtaktiv sind, vor allem Früchte fressen, nur selten von
den Bäumen herunterkommen und jeweils ein Jungtier aufziehen.
Die Olinguitos gehören zur Familie der Kleinbären (Procyonidae), zu der unter anderen auch Waschbären und
Nasenbären zählen. Die Tierwelt ist mit der Entdeckung nun offiziell um eine Art reicher.
Als Olingo haben allerdings schon viele Menschen den Olinguito bewundert - nicht nur in den Museen, sondern auch
in US-amerikanischen Zoos, wo in den 1960er und 70er Jahren mindestens ein Exemplar aus Kolumbien lebte.
"Welt ist noch nicht völlig erforscht"
"Die Entdeckung des Olinguitos zeigt uns, dass die Welt noch nicht völlig erforscht ist und noch nicht alle ihre
grundlegenden Geheimnisse aufgedeckt sind", sagte Helgen. "Wenn heute noch neue Raubtiere entdeckt werden
können - was für Überraschungen warten noch auf uns?"
Der Wissenschaftler weist allerdings auch darauf hin, dass der Olinguito in Gefahr sei. Etwa 42 Prozent seines
Lebensraumes seien bereits in Ackerland oder Siedlungsfläche umgewandelt worden.
"Die Nebelwälder der Anden sind eine Welt für sich, gefüllt mit Arten, die nirgendwo sonst zu finden sind und von
denen viele gefährdet sind", erläuterte Helgen. "Wir hoffen, dass der Olinguito zu einem Botschafter für die
Nebelwälder Ecuadors und Kolumbiens wird und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese entscheidenden
Lebensräume lenkt."
Die Entdeckung eines Raubtieres ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts sicher eine Seltenheit. Aber immer noch werden
neue Säugetierarten von Wissenschaftlern beschrieben. Vor einigen Jahren stießen Biologen in Afrika zum Beispiel
auf eine der Wissenschaft noch unbekannte Affenart. Das Lesula-Äffchen (Cercopithecus lomamiensis) lebt versteckt
in der Lomami-Region in der Demokratischen Republik Kongo. Nicht immer sind die neuen Arten bis zu ihrer
Entdeckung völlig unbekannt. Häufig werden sie aufgrund moderner genetischer Methoden als eigene Art neu
definiert.

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Grüße, Ildiko mit den beiden Turtel-Chins

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"Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als nur über die Dunkelheit zu schimpfen" (Konfuzius)
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 Betreff des Beitrags: Re: Wissenschaftler entdecken neue Tierart - im Museum
BeitragVerfasst: 09.09.2013, 17:07 
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Das gibt es übrigens immer wieder, solche Museums-Entdeckungen. Auch der Pazifik-Degu (Octodon pacificus) wurde so entdeckt... das Thema hatten wir erst kürzlich hier ;):
http://degupedia.de/forum/viewtopic.php?t=3075

Der Räuber im obigen Text heisst übrigens gemäss Wikipedia Anden-Makibär:
http://de.wikipedia.org/wiki/Anden-Makib%C3%A4r

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 Betreff des Beitrags: Re: Wissenschaftler entdecken neue Tierart - im Museum
BeitragVerfasst: 10.09.2013, 13:23 
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Team Helfer
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Ah jetzt weiss ich endlich woraus Maki gemacht werden. :idea:

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Liebe Grüsse Conny und die Fellkugeln Claye, Kira, Mica, Nell, Shanyla & Shayla Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Wissenschaftler entdecken neue Tierart - im Museum
BeitragVerfasst: 10.09.2013, 15:17 
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Team Helfer
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Registriert: 06.02.2008, 18:38
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davX hat geschrieben:
Das gibt es übrigens immer wieder, solche Museums-Entdeckungen. Auch der Pazifik-Degu (Octodon pacificus) wurde so entdeckt... das Thema hatten wir erst kürzlich hier ;):
http://degupedia.de/forum/viewtopic.php?t=3075

Der Räuber im obigen Text heisst übrigens gemäss Wikipedia Anden-Makibär:
http://de.wikipedia.org/wiki/Anden-Makib%C3%A4r

Die oben erwähnte Diskussion hatte ich nicht verfolgt...

Olinguito gefällt mir besser als Anden-Makibär...

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 Betreff des Beitrags: Re: Wissenschaftler entdecken neue Tierart - im Museum
BeitragVerfasst: 10.09.2013, 17:49 
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Pyramidenspitze
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Registriert: 08.05.2007, 16:20
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Wohnort: Hessen
Olinquito ist wohl auch der ursprüngliche Name dieses Tieres ... die seit Jahrtausenden dort Einheimischen wußten nämlich, daß der Olinquito nicht mit den anderen Makibären verwandt ist, sondern eine eigene Art darstellt - ganz ohne Genanalysen!

Von daher finde auch ich den Namen Olinquito besser ...

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Murx ist die Praxis!

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